Florenz

Firenze - hier mal SEHR persönlich:

Am 28. Februar fuhr ich los mit unserer ältesten Tochter nach Florenz und kam im Stadtteil San Niccolò an, also nur knapp 1 1/2 Brücken östlich der Ponte Vecchio, direkt unterhalb der Piazzale Micchelangiolo.

In meinem privaten Reiseführer schreibe ich ja schon von dem tollsten Aperitiv meines Lebens, den ich im Februar 2005 in Florenz genommen habe - und genau DORT, in dem Viertel sind wir gelandet. Kurz und gut: wir waren in dem Stadtteil "San Niccolò", in dem früher die alten Handwerkszünfte ansässig waren, und ist zu Fuß von der Piazzale aus mit dem gigantischen Panorama über Florenz über Treppen zu erreichen.

FlorenzIn meinem privaten Reiseführer schreibe ich ja schon von dem tollsten Aperitiv meines Lebens, den ich im Februar 2005 in Florenz genommen habe - und genau DORT, in dem Viertel sind wir gelandet.

2 Erlebnisse sind hier noch zu erwähnen:

28. Februar: schon mittags, auf dem Fussweg in die Stadt zeigte ich meiner Tochter DAS Restaurant, nämlich "Il Rifrullo" am Fusse der Treppen zur Piazzale Micchelangiolo und wir waren uns einig, dass wir dort abends essen wollten, falls wir nichts besseres fänden.

Wir fanden nichts besseres, weil es nämlich ständig regnete und wir von einem Trottoir zum anderen liefen in der Hoffnung, dass die Hausschluchten die auf uns herabfließende Feuchtigkeit abhielten.

So sind wir abends völlig durchnässt dort im "Il Rifrullo" angekommen, ich bestellte einen Tisch - wir liefen die etwa 170 Studen zur Piazzale hinauf, wo unser Auto mit trockenen Schuhen stand (kostenloses Parken), machten uns etwas frisch und dann ging es in die zigarettenrauchfreie Kamin-Gemütlichkeit des "Il Rifrullo": SUPER leckeres Essen, tolle Weine und alles zum fröhlichen Geniessen, weil bezahlbar - und das noch in netter Gesellschaft einer reizenden jungen Dame - meiner Tochter.

Auf dem Heimweg fanden wir beiden Raucherinnen dann noch ein vom Kerzenschein erleuchtetes Lokal für ein "Absackerle" und da wir mit einer Gruppe italienischer RaucherInnen die letzten Gäste waren, ward uns dann auch die Zigarette zum Absacker gestattet. Das habe ich aber nicht auch noch fotografiert...

1. März: wir hatten das Glück, keine Karten mehr im Internet für die Uffizien bekommen zu haben. So sind wir dann Richtung Bahnhof zur Santa Maria Novella gelaufen. Dort mit nur 2,5 € Eintritt pro Person (keine Studentenermässigung) wendete ich mich an die Leute, deren Schreibtisch versprach. Und so kamen wir kostenlos in den Genuss einer fast zweistündigen privaten Führung, die höchst interessant und lebhaft auch die weltliche Zeitgeschichte Florenz' und des kirchenregierten Mittelitaliens mit einbezog.

 Unser Führer - stellte sich hinterher heraus - war ehemaliger Fussballspieler bei Bologna, der auch in Heidelberg studiert hatte und nun aus Begeisterung seine kulturgeschichtlichen Kenntnisse in italienisch anbietet.

Inzwischen habe ich mir mehrmals von Freunden, die viele Jahre in Florenz lebten "deren Florenz" zeigen lassen und bin auf diese Weise natürlich an Orte gekommen, an denen sich so schnell kein Tourist aufhält.

Hier also kurz resümiert 2 Restaurant-Tipps von meiner Freundin Letizia und einer von Rosanna und Vito: Mittagessen in der seit 1927 bestehenden Trattoria "Le Mossacce" , Via del Proconsolo 55R. Die Trattoria ist leicht zu finden, denn sie liegt an der Straße, die den hinteren Teil des Domes mit dem Museum "Bargello" verbindet. Hier essen nur Arbeiter und Angestellte, die in den in der Nähe liegenden Instituten arbeiten, z.B. der Rentenkasse. Wer hier essen will sollte unbedingt vor 12.30 h dort sein, denn sonst reiht er sich in die Schlange vor und in der winzigen Trattoria ein. Man bekommt einen Platz zugewiesen, bestellt, erhält in Windeseile seinen primo und secondo - alles erstklassig und nur original florenzer Rezepte! Nach ggf. Dessert und Caffè wird aber erwartet, dass man den Wartenden Platz macht und nach vorn zum Bezahlen geht. Sobald ein Tischchen frei wird heißt es: "es gibt Platz für die nächsten 3" und die Schlange verkürzt sich halt um die Anzahl der freigewordenen Plätze.Florenz

Das andere liegt am Zentralmarkt, Gegenüber der Kirche San Lorenzo, unweit der Medicikapellen und heißt "Zà-Zà". Auch hier eine Situation, die auf schnellen Umschlag deutet, um hungrige Angestellte und Arbeiter nicht lang warten zu lassen..... TROTZDEM ist es hier eine Note anders: Sogar im Winter konnten wir dank wärmender Gas"Pilze" noch draußen sitzen. Innen ist es völlig originell eingerichtet... der Clou ist das Kochbuch, das dort verkauft wird und das Letizia mir mal zu Weihnachten schickte!!!

Trattoria Zà-Zà, Piazza del Mercato Centrale, 26 r, Firenze, Tel: 055 21 54 11, www.trattoriazaza.it

Ein "Geheimtipp" ganz anderer Art ist bei schönem Wetter das Mittagessen auf der Terrasse im obersten Geschoß des Kaufhauses "Rinascente": hierher haben Rosanna und Vito uns, also Alison und mich eingeladen und wir waren völlig beeindruckt vom Blick über die Dächer Florenz'! Man sitzt dort und es scheint, als könne man die Kuppel des Domes mit der Hand berühren!

FORTSETZUNG FOLGT :-)

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